
Die Silhouette der Stadtansicht von Braun-Hogenberg aus dem Jahr 1572 krönt eine Präsentation in unserer soeben eröffneten Ausstellung zur Stadtbefestigung im spätmittelalterlichen Speyer. In drei Abschnitten werden dort die Bedeutung der Stadtmauer für die Reichsstadt, ihre Baugeschichte sowie sozialgeschichtliche Aspekte dargestellt. – Nach der Ausstellung zum Reichskammergericht ein weiteres Modul, mit dem sich das Altpörtel zu einem festen Museumsstandort für die Stadtgeschichte entwickelt. Eine Publikation zum Thema folgt in Kürze.
Einige Fotos und die Pressemitteilung zur Eröffnung gibt es hier, bzw. dort.

Für die Abteilung Kulturelles Erbe der Stadt Speyer entsteht gegenwärtig die Konzeption für eine Dauerausstellung zur Geschichte des Reiskammergerichts in Speyer (1527-1689). Die Rolle als zentraler juristischer, politischer und konfessioneller Entscheidungsort brachte Speyer nach den Höhepunkten im Mittelalter in dieser Zeit nochmals eine wichtige Stellung innerhalb des Alten Reiches ein. In der Geschichte des Gerichts spiegelt sich eine Reformbewegung, die letztlich zu einer fundamentalen Veränderung der Reichsverfassung führte.
Grundlage für die Rekonstruktion und die museale Erschließung des Konventgartens im ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift Dalheim in der Nähe von Paderborn waren umfangreiche
Das Wissen des Mittelalters wurde vor allem in den Klosterbibliotheken verwahrt. Eifrige Schreiber bewahrten und vervielfältigten dort sowohl theologische Schriften als auch die Überlieferung der Antike. Meist sind die wenigen erhaltenen Handschriften aber nur Fachleuten zugänglich. In einer speziellen Drucktechnik lassen sich diese Originale heute jedoch originalgetreu wiedergeben. Die Leihgabe einer Sammlung von über 40 besonders hochwertigen Faksimiles bot die Gelegenheit, einige der schönsten Bücher des Mittelalters zu präsentieren. Dabei wurde auch der Bedeutungswandel des Begriffs »Kopie« zum Thema, der heute – ganz anders als im Mittelalter – sprichwörtlich für schlechte Qualität und Unzulänglichkeit steht.
Vor über 20 Jahren haben wir beim Umzug der Sammlungen des Instituts für Klassische Archäologie in das neue Museum im Schloß Hohentübingen mitgearbeitet und die unbestritten größte Verpackung des Umzugs gebaut: Ein Gestell für den Transport der „Nike von Samothrake“. Die über 200 kg schwere Figur wurde liegend, auf Bändern ruhend in einer maßgeschneiderten Kiste transportiert und erst nach Ankunft in den neuen Räumen wieder aufgerichtet.